Wandbild im Theologischen Konvikt erinnert an Geschichte der Friedlichen Revolution

Wandbild im Theologischen Konvikt erinnert an Geschichte der Friedlichen Revolution

Wandbild im Theologischen Konvikt erinnert an Geschichte der Friedlichen Revolution

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Wandbild im Theologischen Konvikt erinnert an Geschichte der Friedlichen Revolution

Vom 24. Juni bis  1. Juli 2026 wurde im Theologischen Konvikt das Projekt »Die Mauer muss weg« | »Tear down this wall« von Studierenden durchgeführt. Im Rahmen des von der Bundesstiftung für die Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderten Programms »Jugend erinnert« entstand in den Himmlischen Höfen in einem gemeinsamen Prozess ein Wandbild. Die Workshops zur Erstellung wurden von der Kolumbianischen Streetart-Künstlerin und politischen Aktivistin Ana Villa geleitet (https://www.palabrerasycallejeras.org/). Neben Graffiti-Workshops und Diskussionsrunden beinhaltete das Programm auch historische Führungen zur Geschichte der Friedlichen Revolution und der Rolle des Konvikts sowie Diskussionsrunden mit Zeitzeug:innen. Zu den Gästen der Eröffnung zählten auch ehemalige Konviktuale, unter Ihnen Prof. John P. Burgess, der als us-amerikanischer Austauschstudent 1984/85 im Sprachenkonvikt ein Studienjahr absolvierte. Er hob besonders den freien Geist hervor, der damals im Sprachenkonvikt herrschte.  Vorbehaltlich der Genehmigung durch unseren Vermieter, die Hilfswerk Siedlung GmbH, und die Denkmalbehörde wird das Mural dann dauerhaft in den Himmlischen Höfen befestigt.
Das Wandbild ist gemeinsam mit einer Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses in der Borsigstraße in der Regel von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 12-18 Uhr zu öffentlich zugänglich.

HINTERGRUND
Das Sprachenkonvikt in der Borsigstraße gilt als einer der Think Tanks der Friedlichen Revolution. Die kirchliche Ausbildungsstätte, die von 1951 – 1991 auf dem Gelände existierte, zeichnete sich durch einen freien Geist und unabhängige theologische Forschung aus. So engagierten sich in den 1980er Jahren zahlreiche Konviktuale in kirchlichen Oppositionsgruppen. Einige Gründungsmitglieder der Sozialdemokratischen Partei der DDR waren Konviktuale, ebenso wie Mitglieder der Bürgerbewegung »Demokratie Jetzt«. Ausgehend von den Erfahrungen der Demokratisierung der 1989er Jahre fragt das Projekt danach, welche Mauern heute wegfallen müssen. Die Erkenntnisse sind in ein gemeinsam auf dem Gelände des Konvikts gestaltetes Wandbild eingeflossen.

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