Transformationsprozess: Sommerkonferenz: ein großer Erfolg

Transformationsprozess: Sommerkonferenz: ein großer Erfolg

Transformationsprozess: Sommerkonferenz: ein großer Erfolg

# Transformationsprozess

Transformationsprozess: Sommerkonferenz: ein großer Erfolg

Besser hätte es kaum laufen können: Etwa 80 Menschen waren am Samstag, 20. Juni, trotz Hochsommerwetter zur Sommerkonferenz in das (angenehm kühle) Kreuzberger Tagungshaus Jerusalemkirche gekommen, um gemeinsam über die Zukunft der Kirche in Berlin Stadtmitte nachzudenken. Voller Mut, voller Lust auf Veränderung, voller Freude am Gestalten. Die Sommerkonferenz war nach der Erhebungsphase, in der unsere Organisationsberater:innen mit vielen unterschiedlichen Playern im Kirchenkreis intensive Gespräche geführt hatte, ein weiterer Meilenstein im Transformationsprozess. „Mir kam dieser Tag vor wie ein Knoten, der sich gelöst hat“, sagt Projekt-Verantwortliche Nina Schmidt, „Mein Gefühl nach Samstag war: Jetzt wird klarer wie es gehen kann, und es wird gut.“

Das zeigte schon die mutmachende und entschiedene Begrüßung der ephoralen Leitung Silke Radosh-Hinder und Matthias Lohenner. „Wir wollen Kirche in Berlin Stadtmitte neu denken“ und: „Hoffnung und Erwartung an eine neue Kirche Stadtmitte ist, dass Machtstrukturen klar und transparent, einfacher und kontrollierbar sind.“ Spirituelle Inputs gab es von Jasmin El Manhy und Michael Kösling - mit einem Eintauch-Impuls am Anfang, mit Gebet, Gesang und sogar einer kleinen Tanz-Einlage nach dem Essen – und einer geistlichen Auftauch-Hilfe als Abschluss.

Grundlage für die Diskussionsrunden nach der Mittagszeit waren die Berichte der sechs Pilotgruppen. Hier kurz zusammengefasst, der link führt zur Powerpoint-Präsentation der jeweiligen Pilot-Gruppe:

Purpose: Der Transformationsprozess muss von einer Energie, einer Kraft getragen werden, die anhält... von einer Vision/Purpose, die Menschen begeistert und zusammenbringt. Transformation ist nicht (nur) das Ziel, sondern auch der Weg, auf dem und aus dem wir Kraft und Mut zu Veränderungen schöpfen. zur Präsentation

Thematische Zentren & Struktur: In der ersten Phase noch „Verwaltung“ genannt. Die Pilotgruppe schlägt eine Strukturreform vor, etwa durch Organisationseinheit kirchlicher Arbeit. Das könnten Arbeitsfelder (z. B. Krankenhausseelsorge) oder Arbeitsschwerpunkte sein.

Die Gruppe plädiert für Struktur als Ermöglichung kirchlichen Lebens in all seiner Vielfalt, für die Schaffung von Freiräumen für inhaltliche Arbeit, für die Trennung von Verwaltung und kirchlicher Arbeit, die Entlastung der Ehrenamtlichen durch überfordernde Verantwortung und vieles mehr. zur Präsentation

Multiprofessionelle Teams (MPT): MPT sieht die Gruppe als Motor von Transformation in der Evangelischen Kirche Berlin Stadtmitte. Durch ihre interdisziplinäre Zusammensetzung bringen sie neue Perspektiven, frische Impulse und strukturelle Erneuerung.

Ihre Wirkung kann sich auf mehreren Ebenen zeigen: Mitarbeitende erleben mehr Sinn und Zusammenhalt, kirchliche Berufsfelder gewinnen an Attraktivität, Gemeinden profitieren von ganzheitlicheren Angeboten und der Kirchenkreis entwickelt sich als lernende Organisation weiter. zur Präsentation

Personalverantwortung: Das könnte und sollte durch eine Neustrukturierung der Personalverantwortung erreicht werden: klare Zuständigkeiten, gesicherte Personalführungskompetenz, Klar geregelte Schutzkonzepte und Pflichten. Trennung von pastoralen Aufgaben und Führungsaufgaben. Und: das Ehrenamt wird attraktiver. zur Präsentation

Immobilien: Hier waren die Vorschläge sehr konkret: Um die Immobilien langfristig zu sichern, schlägt die Pilotgruppe die Gründung eines Immobilienverband als Eigentürmer und Verwalter der kirchlichen Immobilien vor. zur Präsentation

Sichtbarkeit: Wie erreichen wir unsere Mitglieder? Was hat ausgedient? Was dürfen wir loslassen? Wohin geht die Transformationsreise? Als mögliche Antworten auf Fragen wie diese hat die Pilotgruppe Ideen entwickelt, unter anderen: Community aufbauen: lokal, regional, nachbarschaftlich, Kommunikation über neue Kanäle und neue Konzepte für kirchliche Orte. zur Präsentation

Im Anschluss auf die offen und lebhaft geführten Diskussionsrunden startete die Einheit Sprechen & Zuhören. In Kleingruppen von jeweils vier Menschen wurde zu einer Frage gesprochen – jeweils vier Minuten lang, nacheinander, reihum ohne Unterbrechungen und Zwischenfragen. „Ich hatte ganz stark das Gefühl, dass viele mit einer richtig positiven Energie hier rausgegangen sind“, sagt Nina Schmidt. Zum Abschluss bekam jede:r einen kleinen Taschen-Altar zum Mitnehmen – zusammen mit dem Slogan des Transformationsprozesses „Werde Licht“.

Nach der Sommerpause wird es weitergehen. Mit neuer Energie und viel Lust auf Veränderung.


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