05/01/2026 0 Kommentare
krafTraum Abendgebet in St. Marien
krafTraum Abendgebet in St. Marien

Schwester, Mutter Erde, hat Franz von Assisi, unseren, durch die kühle Schwärze des Alls rasenden Planeten, genannt: die Welt, in der wir leben. Als Franz vor 800 Jahren starb, ließ er sich nackt auf den Erdboden legen. Ein Ausdruck seiner erdverbundenen Spiritualität, seines tiefen Verständnisses von der Verbundenheit allen Lebens, seiner Zugewandtheit zur leidenden Schöpfung, den Menschen, Tieren und Pflanzen, den Wassern, Böden und Lüften. Zärtlichkeit und Poesie, Liebe, Barmherzigkeit und heiliger Ernst. Attraktiv ist diese Haltung bis heute und die Welt hat sie nötiger denn je. Deshalb feiern wir 2026 als Schöpfungsjahr mit Haydns Oratorium: Die Schöpfung und Paul Gerhardts Naturspiritualität. Wir entdecken die Spuren der Franziskaner in St. Marien mit Sonderführungen. Tiere werden gesegnet. Und wir eröffnen einen neuen Raum. Ein Gebetsraum, in dem wir unsere Leidenschaft für unsere Welt, unsere Klage über ihre Wunden, unser Staunen über all das Wunderbare, manch Niedergeschlagenheit und manch Hoffnungsvolles miteinander teilen und vor Gott bringen. krafTraum haben wir diesen Raum genannt. Unser Traum von einer Welt, in der Gerechtigkeit und Frieden sich küssen, soll bewahrt werden, unsere Sehnsucht genährt, unsere müden Hände gestärkt. Menschen haben sich zusammengefunden, um mit Ihnen durchs Jahr zu gehen, ins Gebet und in die Natur. Treten Sie ein in den krafTraum.
Die Menschen, die mit Ihnen den krafTraum bauen:
Kolja Benaja Zwadlo, Theologe, Prozessbegleiter in Rites of Passage und Visionssucheleiter (School of Lost Borders) folgt dem Herzenswunsch, dass wir wieder ins Fühlen kommen, die Schöpfung neu be-greifen und uns so den Herausforderungen unserer Zeit stellen. In seiner Arbeit sucht er Wege, dem innerem Geheimnis des Lebens zu folgen.
Jörg Haas stammt aus einer schwäbischen Pfarrersfamilie. Sein ganzes Berufsleben hat er für Umwelt- und Klimaschutz gearbeitet, auf allen Kontinenten. Die Erfahrungen bei Exerzitien auf der Straße haben sein Leben verändert. Angesichts der wachsenden Klimazerstörung sucht und findet er immer stärker Trost in der Natur.
Katharina Schridde arbeitet als Pastorin, Seelsorgerin und Supervisorin bei der Berliner Stadtmission. Sie liebt Gespräche, das Hören, Schweigen und Wiederhören mit Menschen, Tieren, Pflanzen und staunt manchmal über den verbindenden Klang in allem.
Georg Reider ist in Südtirol geboren und aufgewachsen. Er war bis 2011 Mitglied des Franziskanerordens, ist dann in die Ev.-Luth. Kirche Italiens eingetreten und war Pfarrer in Venedig und Verona. Ihn bewegt die spirituelle Sehnsucht der Menschen und möchte deren Suche Gestalt geben.
Kommentare