Berliner Dom feiert Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

Berliner Dom feiert Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

Berliner Dom feiert Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

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Berliner Dom feiert Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

Nach über zehn Jahren Planung und sechs Jahren Bauzeit feiert der Berliner Dom am kommenden Wochenende (28. Februar/1. März 2026) die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute auch das Programm für beide Tage vorgestellt. Am Samstag, dem 28. Februar, lädt der Berliner Dom alle Interessierten kostenfrei ein zum „Tag der offenen Tür“. Der Tag ist ein Geschenk an die Berlinerinnen und Berliner und die Gäste der Stadt. Am Sonntag, dem 1. März um 10 Uhr, wird mit einem großen Festgottesdienst mit Gästen aus Kultur, Politik, Kirche und Gesellschaft gefeiert.  

Dombaumeisterin Sonja Tubbesing: „Ich bin mit großer Dankbarkeit erfüllt. Die Sanierung und Modernisierung der Hohenzollerngruft war herausfordernd und anspruchsvoll. Viele Hände haben daran gearbeitet, viele Stränge bilden ein Seil. Die größte Baumaßnahme des Berliner Doms seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg ist vollbracht.“   Stefan Scholpp, Geschäftsführender Domprediger: „Wir freuen uns, die Gräber unter der Predigtkirche des Doms wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Neben der Sicherung unseres kulturellen Erbes gewinnt der Berliner Dom dadurch seine zweite geistliche Dimension zurück: den Verweis auf unsere Zeitlichkeit und Gottes Ewigkeit.“

Das Programm zur Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft  

Tag der offenen Tür

Samstag, 28. Februar 2026, 10 bis 18 Uhr Am Tag der offenen Tür sind alle Interessierten herzlich eingeladen, den Berliner Dom und die Hohenzollerngruft zu besuchen und diesen eindrucksvollen Ort neu und wieder zu entdecken. Den Tag begleiten besondere geistliche und musikalische Akzente. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Domorganist Andreas Sieling und Domkantor Adrian Büttemeier mit demOratorienchor der Berliner Domkantorei.

 

Festgottesdienst

Sonntag, 1. März 2026, 10 Uhr

Im großen Festgottesdienst, bei dem auch geladene Gäste aus Kultur, Politik, Kirche und Gesellschaft anwesend sein werden, predigt Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. Grußworte halten u.a. Dr. Wolfram Weimer, der Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung (BKM), Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Bischof Frank Kopania, Leiter des Amtsbereichs der UEK in der EKD und Georg Friedrich Prinz von Preußen für das Haus Hohenzollern.  Für die musikalische Gestaltung sorgen Domorganist Andreas Sieling und die Berliner Dombläser unter seiner Leitung sowie der Staats- und Domchor Berlin und die lautten compagney Berlin unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka.  Der Gottesdienst ist öffentlich. 

 

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Über die Hohenzollerngruft Als bedeutendste Grablege der brandenburgischen und preußischen Dynastie birgt die Hohenzollerngruft eine über Jahrhunderte währende Geschichte. Mit 91 erhaltenen Sarkophagen dokumentiert die Hohenzollerngruft auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung sepulkraler Kunst und Kultur und überdies die Veränderungen dynastischer Repräsentation während fünf Jahrhunderten. Sie beherbergt die Särge bedeutender Persönlichkeiten, darunter Kurfürst Joachim Friedrich oder Königin Sophie Dorothea, die Mutter Friedrich II. Auch ruhen die sterblichen Überreste des Großen Kurfürsten, von König Friedrich I., dem ersten König in Preußen, und seiner beliebten zweiten Ehefrau, Königin Sophie Charlotte, in der Gruft. Die Hohenzollerngruft zählt zu den wichtigsten dynastischen Grabstätten Europas, vergleichbar etwa mit der Kapuzinergruft in Wien oder dem Escorial bei Madrid.  Im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Schließung, besuchten rund 765.000 Menschen den Berliner Dom und seine Gruft.

 

Zur Sanierung Die Sanierung der Hohenzollerngruft ist das größte Bauvorhaben am Berliner Dom seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Finanziell und organisatorisch herausfordernd, ist das Projekt ein bedeutender Beitrag zur Bewahrung deutscher und europäischer Geschichte. Die Sanierung der etwa 1.400m² großen Gruft war notwendig geworden durch die stetig steigenden Besucherzahlen, die zu erheblichen klimatischen Belastungen geführt hatten, und auch durch den veränderten Anspruch der touristischen Besichtigungen im Laufe der Jahre. Die Gruft, als ein bedeutender Teil der Kultur-einrichtungen auf der Berliner Museumsinsel, bedurfte immer dringlicher einer Sanierung, die ihrer Bedeutung würdig ist. Nicht zuletzt war auch ein barrierefreier Zugang ein wichtiges Anliegen. Die aktuellen Maßnahmen umfassen unter anderem eine klimatische Optimierung der Grablege, Einrichtungen zur Barrierefreiheit, Infrastrukturmodernisierungen, ein verbessertes Besuchserlebnis sowie die Rückführung der Särge an ihren historischen Standort. Darüber hinaus vermittelt ein neuer Raum die Geschichte der Grablege und die Bestattungstraditionen der letzten Jahrhunderte bis zur Gegenwart sensibel durch Objekte, Texte, Filme und ein maßstäbliches interaktives Gruftmodell. 

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