Pröpstin Bammel protestiert gegen gegen Todesurteile im Iran

Pröpstin Bammel protestiert gegen gegen Todesurteile im Iran


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Veröffentlicht von Katharina Pfuhl am Samstag, 18. Juli 2020, 20:00 Uhr
© Rolf Zoellner

Menschenrechtsaktivisten und Exil-Iraner haben am Freitag am Brandenburger Tor in Berlin gegen die drohende Hinrichtung von drei jungen Männern im Iran protestiert. Die Kundgebung war Teil einer laut Veranstaltern weltweiten globale Protestaktion mit einer Live-Videokonferenz unter anderem mit dem früheren New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani und der ehemaligen kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt.

Im Iran befänden sich immer mehr jüngere Menschen in Lebensgefahr, hieß es im Aufruf zu den Protesten in Berlin. Die jüngere Generation werde dort "gezielt ins Visier genommen". Die drei jungen Männer waren am Dienstag zum Tode verurteilt worden. Sie hatten sich im vergangenen Jahr an Protesten beteiligt.

In einer zugeschalteten Videobotschaft rief auch die Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christina-Maria Bammel, zum Engagement für die Menschenwürde und zur Solidarität mit den Menschen im Iran auf. "Es ist völkerrechtswidrig, dass Kinder und Jugendliche bis zu ihrer Volljährigkeit inhaftiert und dann hingerichtet werden", sagte Bammel. Die Todesstrafe sei generell nach christlicher Überzeugung kein legitimes Mittel zur Ahndung von Rechtsverstößen und schon gar nicht zur Bekämpfung einer Opposition. "Mit Amnesty International und vielen anderen erheben auch wir unsere Stimme gegen die verhängten Todesstrafen und fordern die Aussetzung der inhumanen Urteile", sagte die Pröpstin.

Die Todesurteile gegen die drei jungen Männer haben auch im Iran selbst in den sozialen Netzwerken zu massiven Protesten geführt. (epd)