Großes Interesse an Fachsymposium zur Bedeutung des Kirchbaus in der Kaiserzeit

Großes Interesse an Fachsymposium zur Bedeutung des Kirchbaus in der Kaiserzeit


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Veröffentlicht am Dienstag, 15. Oktober 2019, 17:19 Uhr
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Mehr als 80 Personen nahmen am 1. Oktober 2019 am Fachsymposium in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin Kreuzberg teil: Architekten, Fachplaner, Restauratoren, Handwerker, Gemeindevertreterund Pfarrer, Kirchenvertreter, Vertreter der Denkmalschutzbehörden sowie Interessierte. Veranstaltet wurde das Symposium vom kirchlichen Verwaltungsamt Berlin Mitte-Nord. 

Zum Hintergrund: Das Berliner Stadtgebiet der Kaiserzeit entsprach im Wesentlichen dem Gebiet des heutigen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte und dem Stadtbezirk Wedding als südlichem Appendix des Kirchenkreises Nord-Ost. Zwischen 1871 und 1914 entstanden dort die meisten der heute noch existierenden Kirchen. Sie wurden in einer Zeit beispiellosen wirtschaftlichen Aufbruchs errichtet und sind heute bauliche Zeugnisse dieser Epoche. Die Entwicklung der Kirchenarchitektur von der

Gründung des Kaiserreichs über die Jahrhundertwende bis hin zum Ersten Weltkrieg ist anhand der Kirchengebäude noch heute im Stadtbild ablesbar.

In den nächsten Jahren stehen umfangreiche Bauaufgaben an diesen Kirchen an. Die Planung denkmalverträglicher Sanierungskonzepte obliegt verschiedenen Fachleuten, die sich mit dem Bautypus der kaiserzeitlichen Berliner Stadtkirche auseinandersetzen. So muss für jede betroffene Kirche eine individuelle Lösung im Spannungsfeld zwischen denkmalgerechter Instandsetzung und modernen Nutzungsansprüchen gefunden und umgesetzt werden. Mit der Veranstaltung sollte für dieses Thema sensibilisiert werden.