Anglikanische St. Georgskirche

Anglikanische St. Georgskirche


# Verlorene Kirchen
Veröffentlicht am Montag, 2. Oktober 2017, 16:06 Uhr

Die erste anglikanische Kirche in Berlin war die "Englische Kapelle", die sich in der Halle des nördlichen Torhauses des Schlosses Monbijou in Berlin-Mitte befand.
Sie wurde im Jahre 1855 eingeweiht.

Von 1819 - 1855 wurden die Gottesdienste in der Britischen Botschaft gehalten. Die Kronprinzessin Victoria, bekannt als die Kaiserin Friedrich, feierte bis 1885 den Gottesdienst in der "Englischen Kapelle". 1860 heirateten Kronprinzessin Victoria und der Preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III. "der 99 Tage Kaiser", in der Englischen Kapelle". 1885 wurde als Geschenk zu ihrer Silberhochzeit die Kirche St.-Georg in der Oranienburger Straße erbaut.

Obwohl diese im wesentlichen eine englische Kirche war, zog sie Mitglieder vieler Nationalitäten an. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche während eines Bombenangriffes im Jahre 1944 zerstört.


1950 wurde der Grundstein für eine neue Kirche St. Georg in der Preußenallee gelegt. 

Bis 1994 wurde diese als Militärkapelle für die Britische Armee genutzt. Nach dem Abzug der Alliierten Truppen wurde sie wieder in eine zivile Kirche umgewandelt.

Weitere Informationen zur Anglikanischen Gemeinde in Berlin: www.stgeorges.de