Baustelle Jugendarbeit - Ergebnisse des Symposions (Januar 2016)


Im Rahmen eines intensiven und herausfordernden Erarbeitungsprozesses wurde das Symposion „Baustelle Jugendarbeit“ vorbereitet. Die Erarbeitungsphase spiegelte dabei die vielfache Problemlage urbaner evangelischer Arbeit mit Jugendlichen wieder. Mitglieder der Arbeitsgruppe waren die Kirchenkreise Neukölln, Spandau, Teltow-Zehlendorf, sowie das Amt für Kirchliche Dienste. Die Federführung hatte der Kirchenkreis Berlin Stadtmitte.

 

 

Schon in der Vorbereitung wurden folgend Problemlagen und Herausforderungen identifiziert:

  • Vielfältige Lebenswirklichkeiten junger Menschen in der Stadt
  • Unterschiedliche Motivationslage der Mitarbeitenden
  • Unterschiedliche Rahmenbedingungen der Mitarbeitenden
  • Hohe Flexibilität und Mobilität bei Jugendlichen
  • Diversifizierung von Lebensentwürfen
  • Verhaltenes Angebot sozialer Medien in evangelischer Verantwortung
  • Image-Problem christlicher Identität in jugendlichen Kontexten
  • Kirchliche Strukturen fällt es schwer, sich der Beweglichkeit ihrer Zielgruppe anzupassen
  • Vielfältiges Angebotsbedürfnis von Jugendlichen
  • Eingeschränkte Ansprach (Tunnelblick) von Zielgruppen (sozial, altersbezogen, bildungsbezogen)
  • Unterschiedliche Voraussetzungen im Hinblick auf die Zielgruppe – zwischen „übervoll“ und „fast nicht auffindbar“
  • Die Mitgliederstudien zeigen eine dramatische Entwicklung für den Bereich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Hinblick auf Mitgliedschaft

 

Erfolg, Begeisterung und Beteiligung, die das Symposion a, 16. Januar 2016  insbesondere das Format BarCamp entwickeln konnte, ging über das zu Erwartende hinaus.

 

Das Symposion hat deutlich gemacht, dass neue Formate und Experimentierräume Neuausrichtungen für Jugendarbeit möglich machen.

Die Themen des Symposions haben gezeigt, dass die verschiedenen Gruppen deutlich mit Fragen nach neuen Formen, neuen Zielgruppen, neuen Angeboten beschäftigt waren, die ein hohes Maß an Beteiligung von jungen Menschen erfordern.

Und das sind die Ergebnisse des Symposions:

  1. Jugendarbeit hat zentrale Relevanz
  2. Auf der Suche nach neuen Formaten, Innovation gibt es nicht die eine Lösung
  3. Es gibt das Bedürfnis nach einer sich entwickelnden und veränderbaren Jugendarbeit. Die Lösungen dafür können nur schwer aus dem Gemeindealltag generiert werden.
  4. Die Veränderbarkeit, Schnelllebigkeit, die Multilokalität von Jugend-Lebensrealitäten lässt sich allein aus der Institution Kirche heraus nur sehr schwer angemessen bearbeiten. Deshalb sollte evangelische Arbeit mit Jugendlichen eine Erweiterung und neue Perspektiven suchen.
  5. Neue Formate spülen Wissen und Erfahrung ins gesamte System Kirche