Inhaftierte Schüler aus Untersuchungshaft entlassen - Bitte um Haftentlassung stattgegeben
Im Lauf des 16. Prozesstages hob das Landgericht Berlin die Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen die beiden Angeklagten auf. Aus Sicht des Gerichtes besteht "kein dringender Tatverdacht".
Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt. Alle Zuhörer und Prozessbeobachter zeigten sich erleichtert über die Entscheidung des Gerichtes.
Mitschüler, Familie und Parteien hatten das Haftaussetzungsgesuch unterstützt - ebenso wie der Kirchenkreis Berlin Stadtmitte. In einem Brief an die Berliner Justizsenatorin Gisela
von der Aue und die zuständige Haftrichterin hatten Superintendent
Bertold Höcker, Kreisjugendpfarrerin Silke Radosh-Hinder und
Gemeindepfarrer Peter Storck um Haftaussetzung über die
Weihnachtsfeiertage für die beiden mutmaßlichen 1. Mai-Randalierer Rigo
B. und Yunus K. gebeten. "Wir wollen bewusst weder zu den Vorwürfen
noch zum laufenden Prozess Stellung nehmen oder es durch unseren Brief
gar beeinflussen. Das ist Sache des Gerichts", betonte Superintendent
Bertold Höcker, "Uns geht es um einen Akt der Barmherzigkeit." Über den vorläufigen Prozessausgang äußersten sich Superintendent Höcker und die beiden Pfarrer voller Erleichterung: "Wir sind dankbar über die Entscheidung des Gerichtes. Jetzt kann es bei den Familien wirklich Weihnachten werden", sagte Superintendent Bertold Höcker.
