Neuer Domprediger gewählt

thomas_c_mueller.jpgAm 1. September 2010 beginnt Pfarrer Thomas C. Müller seine Arbeit als Domprediger im Berliner Dom. Gemeinsam mit der amtierenden Dompredigerin Dr. Petra Zimmermann wird er für die Verkündigung von Gottes Wort in der Mitte der Metropole Berlin verantwortlich sein.

Auf die Ausschreibung gingen 22 Bewerbungen ein, es wurden vom Domkirchenkollegium sechs Vorstellungsgespräche geführt. Hierbei fiel die Wahl auf zwei Kandidaten , die jeweils zu der Gestaltung eines Gottesdienstes und einer Bibelarbeit eingeladen wurden. Pfarrer Thomas C. Müller konnte sich durchsetzen.

Ihn erwarten viele spannende und ausfüllende Arbeiten am Berliner Dom. Ist dieses Gotteshaus doch einerseits eine Kirche von nationaler und hauptstädtischer Bedeutung mit einer Vielzahl von Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen, das jährlich von ca. 800.000 Besuchern aufgesucht wird; andererseits aber auch eine ganz normale Gemeinde, in der Gemeindekreise betreut, Seelsorgegespräche geführt und Taufen und Trauungen vollzogen werden.


Pfarrer Thomas C. Müller wurde am 17. März 1965 im Siegerland geboren und wuchs in Kreuztal auf. Nach dem Schulbesuch studierte er von 1984 bis 1991 in Tübingen, München und Münster Theologie. In Hagen war er von 1992 bis 1994 als Vikar tätig und arbeitete dort auch als Pfarrer im Entsendungsdienst. Schwerpunkt der Arbeit als Citypfarrer in Hagen war die Stadtkirchenarbeit, bei der es darum geht, neue Formen der kirchlichen Arbeit und der Nutzung von Kirchen zu entwickeln und zu erproben. Am 15. Juni 1997 wurde Thomas C. Müller (das C steht für Cyril) als Pfarrer an der Stadtkirche in Gronau (Münsterland) eingeführt.

Auf die Frage was ihn an der neuen Aufgabe reizt antwortet Müller spontan: „Dinge, die man gern tut, in einem neuen, wunderbaren Rahmen tun zu dürfen. Es ist einfach schön, den Gottesdienst im Dom zu feiern“. Überhaupt ist die Domgemeinde zu Berlin für ihn keine Gemeinde im herkömmlichen Sinn: Sie versteht sich vielmehr als Gemeinde, „die an einem geschichtlich bedeutsamen Ort Kirche exemplarisch lebt“, wie Müller formuliert. Sich einzubringen in die Diskussion einer Stadt - dieser Stadt -, Ort zu sein für geistige Auseinandersetzung, für den Brückenschlag zwischen Menschen, zwischen alten und neuen Formen des Gottesdienstes. Aber auch Brücken zu bauen in die Geschichte - an dieser historisch wichtigen Stätte. Für all das steht die Domgemeinde, eine „wachsende, aktive, hochmotivierte“ wie Müller schon jetzt feststellte.


Pfarrer Thomas C. Müller wird am 19. September 2010 um 10.00 Uhr im Gottesdienst in sein Amt eingeführt, Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein wird am 5. September 2010 um 10.00 Uhr im Gottesdienst verabschiedet.