Interview mit Pfarrer Bertold Höcker
Ab 1. November 2009 hat der Kirchenkreis Stadtmitte einen neuen Superintendenten: Pfarrer Bertold Höcker aus Köln. Sein oberstes Anliegen: „Die Menschen im Kirchenkreis kennenlernen.“
Was haben Sie für die ersten Tage und Wochen in Berlin geplant?
Zunächst möchte ich mir einen Überblick verschaffen und einen Plan ausarbeiten, wie ich alle Gemeinden des Kirchenkreises besuchen kann, um diese kennenzulernen. Etliche Antrittsbesuche außerhalb von Kirchengemeinden stehen an – mein Terminkalender ist schon jetzt ganz schön voll.
Meine neue Dienstwohnung in Tiergarten ist leider noch eine Baustelle – bis Januar lebe ich in einem Provisorium. Es wird spannend, das mit meinen Dienstverpflichtungen in Einklang zu bringen.
Wie war Ihr Abschied aus Köln?
Tränenreich. Das hat mich sehr bewegt. Über die großen Geschenke, die ich bekommen habe, war ich doch etwas beschämt, weil sich die Mitarbeitenden und Gemeindeglieder so viel Arbeit gemacht haben.
Wo setzen Sie erste Arbeitsschwerpunkte?
Meine ersten Arbeitsschwerpunkte sind nach der Wahl meiner Stellvertretenden auf der Herbstsynode die finanzielle Konsolidierung des Kirchenkreises und die Hebung der kulturellen Schätze. Wir haben so viel zu zeigen und tun das
noch zu wenig. Hier möchte ich mehr tun. Das wichtigste aber ist, die Menschen im Kirchenkreis kennenzulernen. Diese Begegnungen haben für mich Priorität.
Was ist für Sie eine besondere Herausforderung?
Zentrale Herausforderung für mich ist, den Dialog des Kirchenkreises mit der Öffentlichkeit zu intensivieren und hier auf Gruppen und Menschen zuzugehen, die bislang kaum Angebote im Kirchenkreis vorfinden.
Worauf freuen Sie sich?
Auf viele schöne Gottesdienste im Kirchenkreis. Auf mein Team. Auf die Bank an der Friedrichwerderschen Kirche. Auf die Spree.
Am Sonntag, den 1. November 2009 um 15 Uhr wird Pfarrer Bertold Höcker im Gottesdienst in der St. Marienkirche in das Amt des Superintendenten eingeführt.
